5. MAI – DER INTERNATIONALE HEBAMMENTAG

5. MAI – DER INTERNATIONALE HEBAMMENTAG

Ein Grußwort von: Dr. Ansgar Römer, Mannheim, Facharzt für Geburtshilfe und Frauenheilkunde, Tätigkeitsschwerpunkt Integrative Medizin

Seit 1991 wird dieser Tag in mittlerweile mehr als 50 Ländern begangen um Hebammen und ihre Arbeit zu würdigen und auf die Bedeutung der Arbeit von Hebammen für die Gesellschaft hinzuweisen. Dieses Jahr findet er, bedingt durch die aktuelle Corona-Pandemie-Situation, in einer so noch nie dagewesenen gesellschaftlichen Ausnahmesituation statt.

Die Welt steht still und auf den Kopf gestellt. Nichts ist, wie es vorher einmal war.

Gerade in solch unsicheren Zeiten zeigt sich, wie besonders wertvoll die Arbeit von Hebammen für die Frauen ist. Alle Veranstaltungen abgesagt, so auch der größte jährliche geburtshilfliche Fachkongress, Geburtshilfe im Dialog Mannheim, für viele Hebammen der Ort des fachlichen und menschlichen Austausch.

Einschränkungen überall, und die der sozialen Kontakte machen allen besonders zu schaffen, es fehlt was. Viele werdende Mütter und Frauen im Wochenbett sind verunsichert und ängstlich, was eine SARS-CoV-2-Infektion für ihr Kind oder sie selbst bedeuten könnte.

Es kommt jetzt besonders darauf an, den Schwangeren die Angst zu nehmen, sie selbst oder ihr Kind seien besonders gefährdet.

Unzählige Schwangere und Wöchnerinnen haben von Akupunkturanwendungen in Schwangerschaft, unter der Geburt und im Wochenbett von je her profitiert.

Für viele Hebammen ist Akupunktur in Ergänzung zur Hebammenarbeit ein fester Bestandteil geworden. Es ist bekannt, dass neben einer Vielzahl belegter, therapeutischer Effekte der Akupunktur, insbesondere die körperliche und mentale Entspannung, sowie die angstlösenden und beruhigenden Effekte gehören.

Die Akupunktur führt dazu, körperliche und seelische Zustände und Schmerzen zu lindern, Ängstlichkeit zu vermindern, Schlaf positiv zu beeinflussen und allgemeine Störungen zu regulieren, indem sie die körpereigenen, regulierenden Kräfte des vegetativen Systems aktiviert.

Die Anwendung der Akupunktur führt dazu, dass Frauen sich nach der Behandlung weniger ängstlich, stabiler, stärker, wacher, aufmerksamer fühlen und „mehr aushalten". Es kommt zu einer wahrgenommenen körperlichen und seelischen Stabilisierung, einer verbesserten Konzentration bei gleichzeitiger Entspannung, verbunden mit einer Reduktion von Ängstlichkeit und verbesserter Schlafregulation.

Die Chinesische Medizin betrachtet die Akupunkturwirkungen daher in dieser Hinsicht auch als „Hebamme des Geistes".

Doch viele Schwangere und Wöchnerinnen, aber auch für Hebammen stellt sich in der gegenwärtigen Situation die Frage, soll und kann ich mich derzeit akupunktieren lassen oder akupunktiert werden?

Ganz eindeutig, unter den allgemeinen und hinreichend bekannten Hygiene- und Schutzmaßnahmen können Schwangere, Wöchnerinnen von Hebammen auch jetzt behandelt werden und es besteht kein Anlass und keine medizinische Notwendigkeit, auf den Einsatz der Akupunktur zum Wohle der Frauen, in der gegenwärtigen Situation zu verzichten!

Akupunktur in Hebammenhand, ist gerade jetzt: Besonders wertvoll!

Wertvoll und wichtig, können derzeit viele Dinge sein. So ist gerade in Zeiten sozialer Distanzierung das Stillen unter dem Aspekten Nähe, Bindung und Sicherheit besonders wichtig. Aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es viele Aspekte die gerade jetzt von besonderer Bedeutung in der Hebammenarbeit sein können. Das Video von Hebamme Annette Weisky liefert dazu praxisrelevante Informationen.

 

 

Das Thema Achtsamkeit, ist nicht erst seit diesen Tagen in der Hebammenarbeit von besonderer Bedeutung, um Schwangeren und Müttern durch eine einfühlsame Hebammenbetreuung das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Mit der Vielfalt der Aspekte zum Thema Achtsamkeit, gibt das Video von Hebamme Lisa Hacklinger Hebammen interessante Informationen an die Hand.